Der Vorsitzende der BayernSPD,Florian Pronold und die Vorsitzende der Mittelfranken SPD; Christa Naaß Christa Naaß bleibt auch die nächsten zwei Jahre Vorsitzende der SPD Mittelfranken. Der Bezirksparteitag in Erlangen bestätigte die Landtagsabgeordnete aus Haundorf mit gut 90 Prozent der Stimmen im Amt. Zuvor hatte der SPD-Landesvorsitzende Florian Pronold die Politik von schwarz-gelb im Bund und in Bayern scharf kritisiert und die Vorschläge zur Neuaufstellung der bayerischen SPD vorgestellt.
Auch Christa Naaß ging in ihrer Rede mit schwarz-gelb scharf ins Gericht. Sie machte aber auch deutlich, dass die SPD bessere Vorschläge entwickele: So habe die SPD schon vor einigen Jahren Konzepte für die Metropolregion Nürnberg vorgelegt. Und nun setze sich die SPD für die Weiterentwicklung der Metropolregion ein und unterstütze dabei zum Beispiel eine Technische Hochschule für Nürnberg.
Florian Pronold ging vor allem auch auf das Versagen der Landesregierung bei der Bayerischen Landesbank ein. Hier habe die Staatsregierung in einer Art „Länderfinanzausgleich“ den Kärntner Haushalt saniert. In Kärnten könne man aus den Erlösen aus dem Verkauf der Hypo Alpe Adria an die BayernLB unter anderem ein kostenfreies Studium anbieten, zahle jedem 18 Jährigen noch 1.000 Euro „Startgeld“ aus und habe sich noch dazu ein überdimensioniertes Fußballstadion geleistet. In Bayern dagegen fehle nun das Geld aus den Milliarden-Verlusten der BayernLB bei der Hypo Alpe Adria das Geld nicht nur für Bildung.
Aber auch auf die Bundespolitik ging Pronold ein: Hier könne man von Versagen in der Regierungspolitik nicht sprechen – denn dies setze voraus, dass im Bund regiert werde. Davon sei aber nichts zu spüren: Schwarz-gelb sei bisher eine Nichtregierungsorganisation. Und mit dem Sparpaket setze man nun auf Kürzungen, die sozial unausgewogen seien.
Bei der Neuwahl des Bezirksvortands wurden neben Christa Naaß auch ihre Stellvertreterin Amely Weiß (Nürnberg), ihre Stellvertreter Michael Bischoff (Cadolzburg) und Philipp Dees (Erlangen) im Amt bestätigt, ebenso Kassier Harald Nägel (Wilhermsdorf). Neu in der Riege der stellvertretenden Bezirksvorsitzenden ist Alexander Pollmer (Hersbruck). Er folgt Elisabeth Gierlings nach, die aus gesundheitlichen Gründen nicht erneut kandidieren konnte. Beisitzerinnen und Beisitzer im Bezirksvorstand sind Dr. Thomas Beyer (Nürnberger Land), Harald Dösel (Weißenburg-Gunzenhausen), Piotr Drozynski (Roth), Julia Engelhardt (Nürnberg), Peter Löw (Roth), Dominique Nou (Nürnberg), Angelika Roth (Nürnberger Land), Marlene Rupprecht (Fürth-Land), Stephanie Schäfer (Nürnberg), Martina Stamm-Fibich (Erlangen-Höchstadt) und Yasemin Yilmaz (Nürnberg). Die Arbeitsgemeinschaften werden vertreten von Dirk Goldenstein (AGS), Renate von Heckel (60plus), Ingrid Neubauer (AsF), Reinhard Retzar (AsJ), Dieter Spetzke (AfA) und Victor Strogies (Jusos).