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SPD Unterbezirk Roth.

Schnuppertage statt Praktikum - SPD-Kreistagsfraktion informierte sich in der Berufsschule Roth - Gute Entwicklung :

Bildung


SPD Kreistagsfraktion informiert sich in der Berufsschule

LANDKREIS ROTH - Jugendliche zielgerichtet auf den Ausbildungsberuf und damit auf den Arbeitsmarkt vorbereiten - dies ist die Intention einer ganzen Reihe von Maßnahmen, die von der Berufsschule Roth in Kooperation mit den Hauptschulen regelmäßig geleistet werden. Bei einem Gespräch informierte sich die SPD-Kreistagsfraktion über die Entwicklung der berufsqualifizierenden Schule, aber auch über Trends auf dem Ausbildungsmarkt.

Oberstudiendirektor Michael Greiner und die Fraktionsvorsitzende Christine Rodarius würdigten nicht nur die positive Schulentwicklung, sondern auch die Bereitschaft des Landkreises, in die Verbesserung der Rahmenbedingungen zu investieren. Sie mahnten aber auch an, als eng mit der Wirtschaft verbundene Schule wachsam zu sein, um den Anforderungen der Betriebe als Bildungsinstitution weiter entsprechen zu können.

»Geht es der Volkswirtschaft schlecht, sinken auch an beruflichen Schulen die Schülerzahlen.« Dieser ökonomischen Faustregel seien insgesamt rückläufige Schülerzahlen zu schulden, erörterte der Schulleiter. Ein Trend, der ihm nur bedingt »Bauchschmerzen bereite«. Die Zahl der Jugendlichen ohne Ausbildung habe sich in den letzten drei Jahren auf ein Drittel reduziert – eine Entwicklung, über die sich die Kreistagsfraktionsmitglieder freuten. Der Erweiterungsbau für das Nutzfahrzeugzentrum bürge eine enorme Chance für die Installation neuer Lehrmethoden in der Schule. Die räumliche Verbindung von Theorie und Praxis trage zur Steigerung der Unterrichtsqualität bei, erklärte Greiner die Auswirkungen der Baumaßnahmen. »So schaut die Zukunft der Unterrichtsführung aus«, war sich der Hilpoltsteiner Bürgermeister Markus Mahl sicher.

Bei einem Rundgang durch die Ausbildungsbereiche Informations- und Elektrotechnik, Hauswirtschaft, Holz- und Metalltechnik und nicht zuletzt Fahrzeugtechnik diskutierten die jeweiligen Betreuungslehrer mit der Fraktion über Lehrinhalte, die räumlichen Bedingungen und über einen praxisorientierten Unterricht für die Schülerinnen und Schüler. Die Ausbildung von Berufskraftfahrern als neuen Fachsprengel unter das Dach der Berufsschule genommen zu haben, habe sich als »goldrichtig« erwiesen, waren sich die Fraktionsvorsitzende und der Schulleiter einig. Solange noch nicht alle räumlichen und technischen Bedingungen geschaffen seien und die Schule aus allen Nähten platze, rücke »man eben ein bisschen zusammen«, so Michael Greiner. Erhalten werde man Klassenzimmer und eine moderne Lehrwerkstatt und ein Schülerwohnheim. Eine Maßnahme, die langfristig die Zukunft der Berufsschulen in Roth sichern soll.

»Generation Praktikum« - Mit diesem verbreiteten Vorurteil räumte der Schulleiter schnell auf: »Wochenpraktika in den Betrieben beinhalten ein enormes Frustpotential für beide Seiten. Sowohl beim Praktikanten, dessen Berufsbild unnötig lange demontiert wird, als auch für den Betrieb, dessen Wunsch nach Lehrlingsrekrutierung unbefriedigt bleibt. Mit Berufsorientierungstagen und Projektnachmittagen versuchen daher Hauptschulen und Berufschulen gemeinsam, den jungen Ausbildungsaspiranten die Bandbreite der verschiedenen Lehrberufe zu vermitteln. Erst wenn die individuellen Präferenzen und Stärken erkannt sind, mache ein Praktikum Sinn, waren sich Rodarius und Greiner sicher.
8.6.2010

 

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